NDR / kultur, 24.09.2018, eva werler

„Mit minimalistischen Mitteln entsteht … ein Oskar Oskar Matzerath aus Fleisch und Blut, der dem Oskar im Buch oder Film in nichts nachsteht. Er ist sehr gut greifbar. Für den niederländischen Regisseur Theo Frantz war es wichtig, dass das Stück lebt und nicht nur ein reines Erzählstück bleibt. Das ist ihm absolut gelungen, denn es entstehen Bilder im Kopf: gut vermittelte Eindrücke einer Kindheit unter verlogenen Erwachsenen – und einer Kindheit im Dritten Reich.

Das Stück hat daher seinen aktuellen Bezug. Die Blechtrommel in Göttingen kommt als Warnung daher, als Milieustudie und als die Geschichte eines seltsamen Jungen. Anders als der Film dauert die Bühnenfassung nur anderthalb Stunden. Trotzdem fehlt es an nichts: weder an Handlung, noch an Intensität. Ein rasantes Ein-Mann-Stück, das mehr Potenzial hat als viele aufwendigere Produktionen.“

 

göttinger tageblatt /regional, 24.09.2018, claudia bartels

„So mag dem Betrachter der Junge, der beschlossen hat, nicht mehr zu wachsen, vielleicht stärker ans Herz wachsen, als es bei der Lektüre des Buches der Fall ist. Benjamin Kempf versteht es in seiner Rolle definitiv, Emotionen in seinen Zuschauern zu wecken. Der subtile, aber effektive Einsatz von Licht und Ton, des Bühnenbilds wie auch der Requisiten unterstützt sein Spiel in Tonalität und Ausdruck effektiv.“

 

radio bremen, 26.11.2017, christine gorny

„Ein intensiver Theaterabend, der mich vom Anfang bis zum Ende in seinen Bann gezogen hat, wie ein Krimi oder ein Psychodrama. […] Überdies gibt es noch eine Besonderheit an der Bremer Inszenierung. Hier bekommt das – im Original abwesende – Opfer Gesicht und Stimme, wenn nämlich ein junger arabischer Mann das Ensemble am Ende ergänzt. […] Zumal sich die Schauspieler oft auch direkt ans Publikum wenden. Und die Zuschauer mit hineinziehen in ihre Geschichte, ihre Entscheidungsnöte und ihre Abgründe. […] Alles in allem ein sehr beeindruckender Abend im Jugendtheater – aber bei Weitem nicht nur für Jugendliche!“

 

weser kurier 27.11. 2017, iris hetscher

“(…) Für das Moks inszeniert Konradin Kunze „Waisen“ als nachhaltig verstörende Parabel. (…) Das ist stark, ganz stark sogar und geeignet für hoffentlich sehr viele Menschen ab 14 Jahren. Bei der Premiere am Sonnabend gab´s viel Jubel für das gesamte Team.“

 

weser kurier 28.04. 2014, hendrik werner

“(…) Derweil umflort ein immer bedrohlicher wirkender Klangteppich (Musik: Octavia Crummenerl) das Szenario. (…)“

 

kreiszeitung 28.04. 2014, corinna laubach

“(…) Im kleinen Brauhauskeller ist mit „Weißes Papier“ eines der intensivsten und spannensten Abende der aktuellen Spielzeit am Theater Bremen zu erleben. Ein beeindruckendes Stück ohne Sentimentalität, authentisch gespielt, voller Wucht und Wünsche. Viel Applaus.“

 

die tageszeitung 30./31.10. 2004, kerstin fritzsche

“(…) Grandios ist die Live-Musik, die Octavia Crummenerl geschrieben hat. Die Klänge drängen sich nur da auf, wo sie es müssen, ohne je mit dem Schauspiel zu konkurrieren. (…)“

 

theater heute, 3./4. 2013, falk schreiber

“(…) In den besten Passagen des Abends überlagern sich die Erzählformen, da wird eine Szene gespielt, während gleichzeitig eine Erzählerin Hintergründe flüstert, Krämer einen flotten Folksong klampft und diverse parallel abgespielte Filme die Bewegung der Protagonisten durch beeindruckende Berglandschaften bebildern. (…)“

 

hamburger abendblatt, 04.05.2009 (wend)

„(…) Theo Fransz erzählt das nächtliche Traumspiel behutsam, mit viel kindlichem Humor, aber mit einer unterschwelligen Trauer, die durch die zarte kammermusikalische Grundierung (Octavia Crummenerl) dezent verstärkt wird. (…)“

 

weser kurier, 25.02.2013, sven garbade

„(…) Vor allem gefällt die Inszenierung aber durch das flinke Wechselspiel, mit dem sämtliche Mittel miteinander verschachtelt werden. Sehr sehens- und hörenswert!“

 

programmheft 9. deutsches kinder- und jugendtheater-treffen augenblick mal ! 2005

der kurator jürgen zielinski nennt inszenierungen, die für die endauswahl zur diskussion standen: (produktion: „lieber werther“, nach J. W. von Goethe)

„(…) Aus dem Nichts entstehen Raumathmosphäre, Wirtlichkeit und Örtlichkeit. Schlicht einfach und schön. Spätestens hier wird klar, dass ein Regieteam kongenial zusammengearbeitet hat. Ein detailgenaues Zusammenwirken von Raum, Kostümen, Licht und Musik aus einem Guss. (…)

 

frankfurter rundschau, 29.10.2003, alexander schnackenburg

“(…) Das Stück, vorangetrieben durch Octavia Crummenerls an Fernsehkrimis erinnernde Musik, wird einfach nur schneller, ohne erkennbar Substanz einzubüßen. (…)“

 

hamburger abendblatt, 19.10.2005 (wend)

„(…) Extra-Lob für die exelente Licht-Regie und die starke athmosphärische Begleitung durch die Musiker Octavia Crummenerl und Thomas Schacht. (…)“

 

morgenpost, 19.10.2005 (dagma)

“(…) Passgenaue Live-Musik kommt von Octavia Crummenerl (Piano und Bass) sowie Thomas Schacht am Schlagzeug. (…)”

 

die deutsche bühne 2004, daniela barth

“(…) Schumacher lässt hier in karger Dekoration feinsinniges Schauspielertheater zu – unterlegt mit einem surrealen Klangteppich von Octavia Crummenerl – ,das die Zuschauer ohne allen Aufwand und Effekte unwiderstehlich in Bann schlägt. (…)”

 

schwäbisches tageblatt, 27.10.2003, christoph müller

„(…) Katrin Plötzkys Bühnen-Ambiente, stimmungsverstärkt von Octavia Crummenerls unterschwellig mitpochender Musik, ergibt einen ideal bespielbaren Ort, an dem alles exotisch und dabei doch so schrecklich normal wirken muss. (…)”

 

stuttgarter nachrichten, 17.05.2005, armin friedl

“(…) Nicht mehr Kirmis als nötig … . Der Rest bleibt punktuell. Türen, die mal Drehtüren sind, oder auch nicht, eine Klappe geht auf und eine Rutsche wird sichtbar, ein Pferdesattel schwebt von der Decke, und immer wieder dringen Versatzstücke von Kirmismusik in das sonst eher düstere elektronsiche Wabern der Musik von Octavia Crummenerl. (…)“

 

stuttgarter zeitung, 17.05.2005, adrienne braun

“ (…) Musik, Licht, Akteure, alles ist hier bestens abgestimmt, Schumacher bringt den Text schlüssig auf die Bühne, unterhaltsam und emotional aufgeladden. (…)“

 

die tageszeitung, 01.11.2004, wilfried hippen

“ (…) Einige dramaturgische Hürden, die dadurch entstanden, dass das Stück sehr dem Filmskript folgt, werden ineressanterweise gerade durch filmische Techniken genommen. So gibt es einen Soundtrack (Musik: Octavia Crummenerl), der unter anderem mit einem uhrenähnlichen Ticken das Vergehen der Zeit zwischen den Szenen verdeutlicht. In einer Szene liegen die Geschwister mit ihren Partnern im Bett, und wie bei einer filmischen Parallelmontage wird per- Auf- und Abblende sowie mit einem gespielten Hochfahren der „Tonspur“ zwischen den nebeneinanderliegenden Paaren „geschnitten“. (…)“

 

programmheft 7. deutsches kinder- und jugendtheater-treffen augenblick mal ! 2003

votum der auswahlkommission, franziska steiof: (produktion: „Cyrano“, nach Edmond Rostands)

„(…) Die Musik – eine Mischung aus akustischen und Computerklängen – schafft dezent und dennoch eindrücklich Atmosphären, macht sich zu einem Teil der Gesamtgeschichte, wird zu einem „fünften“ Schauspieler. (…) Insofern ist dies eine Inszenierung, die durch das lustvolle Zusammenspiel aller Elemente des Theaters überzeugt. (…)“

 

weserkurier, 04.03.2003, martina burandt

“ (…) Die drei Figuren treten immer wieder aus der Handlung heraus, damit sie von sich selbst erzählen können – von den kleinen und großen Verletzungen ihres Lebens. Dies wird von Octavia Crummenerl akustisch sehr schön unterstrichen. Ihre Kulisse aus Geräuschen und Musik, ein rhythmischer Stilmix, gibt der Inszenierung einen starken Beat. (…)“

 

die tageszeitung, 18.02.2002, henning bleyl

“(…) An dieser dichten Stimmung hat, neben dem wohlgestzten Licht, vor allem Octavia Crummenerls perfekt stimmiger Subsound zwischen Zykadenklappern und Elekto-Ambiente großen Anteil. (…)”

 

braunschweiger zeitung, 24.01.2000, andreas berger

„(…) …, ein phantasievolles Spiel aus dem Zwischenreich von Wachsein und Traum. Im Rhythmus fremder Sprachen, deren Inhalte sich trotzdem mit zauberischer Intensität vermitteln, im Takt auch der Erzählungen von Geige und Bass, die Octavia Crummenerl dazu live in Bewegung hält. (…)”

 

nordwest-zeitung oldenburg, 22.09.2003, christopf kutzer

„(…) Umso erfreulicher, dass Octavia Crummenerl an der Peripherie des Bühnenparadieses steht. Virtuos wechselt die Musikerin zwischen Kontrabass, und singender Säge, Easy-Listening und elektronischem Experiment, nie um einen passenden Klang verlegen. (…)“

 

syker kreiszeitung, 02.05.2006, corinna laubach

“(…) Sensibel versetzt er die Sage in die Moderne. Schumacher schafft eine leise, spannungsgeladene Grundstimmung. In kukurzen Sequenzen wird die Spannung geschickt auf – und abgebaut, dramaturgisch untermauert mit Musik von Octavia Crummenerl. (…)“

 

neue osnabrücker zeitung, 19.10.2004, elke schröder

„(…) …, doch in manchen Szenen reichen ausgeleuchtete blutrote Tücher, ein Miniaturauto und die flotte Live-Musik von Octavia Crummenerl, um die Illusion perfekt zu beflügeln. (…)“

 

S.217 henning bleyl: „das moks. metamorphosen und häutungen eines modellversuchs“; IN:“theater und schule: ein handbuch zur kulturellen bildung“; hg. wolfgang schneider; 2009 transcript verlag bielefeld

„(… ) Mit Octavia Crummenerl beispielsweise kommen dabei auch innovative Elekrtonik-Tüftler zum Einsatz: Am Funktionieren etwa des bei “Augenblick Mal!” sehr erfolgreichen “Cyrano” hatten sowohl Crummenerls Balkonszenen-Sounds als auch ihre treibenden Duell-Grooves substantiellen Anteil. (…)“